Die vielseitige Kraft von Biomasse

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Es gibt viele Vorteile von Biomasse als Energiequelle, einer der wichtigsten ist, dass es nicht wie Fossilbrennstoffe aufgebraucht werden kann. Energie, die aus Biomasse gewonnen wird gilt als CO2-neutral und nachhaltig. Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, diese Art von Energie zu fördern.

Was ist Biomasse überhaupt?

Biomasse ist eine Form der erneuerbaren Energie, die aus organischen Materialien gewonnen wird, welches nachwächst. Es wird zwischen trockener Biomasse wie beispielsweise Wald- oder Restholz und nasser Biomasse wie beispielsweise Mist und Gülle vom Bauernhof oder biogenen Abfällen aus den privaten Haushalten unterschieden. 

Was passiert mit der Biomasse?

Während trockene Biomasse meist für die Gewinnung von Wärme (durch Verbrennung) genutzt wird, kann aus nasser Biomasse durch Vergärung Biogas erzeugt werden. Biogas kann dann wiederum für die Produktion von Strom oder Biomethan verwendet werden. Die entstandenen Abfallprodukte im Prozess der Vergasung können wiederum in der Landwirtschaft als Dünger und Kompost genutzt werden. Dadurch wird der Ressourcenkreislauf komplett geschlossen. 

Warum gilt Biogas als CO2 neutral?

Ein grosser Vorteil von Biomasse ist, dass sie CO2-neutral ist, da die Pflanzen, die zur Gewinnung von Biomasse verwendet werden, im Laufe ihres Wachstums CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen. Das bei der Verarbeitung von Biomasse freigesetzte CO2 wurde beim Pflanzenwachstum bereits abgebunden und gilt somit als CO2 neutral. Biogas trägt somit nicht zur weiteren Zunahme der Treibhausgasemissionen bei. Im Gegenteil: Kreisläufe werden geschlossen und es fällt lediglich das CO2 für die meist kurzen Transportwege an, welches jedoch ohnehin beim Abtransport (beispielsweise des Kehrichts in normale KVA’s) anfallen würde.

Noch viel ungenutztes Potenzial

2019 wurde etwa 7% des Schweizerischen Energieverbrauchs mit Biomasse abgedeckt und im 2020 konnten 79’000 Haushalte mit Biogas versorgt werden. Doch da geht noch viel mehr. Die neusten Studien des BAFU zum Abfallaufkommen in der Schweiz ergeben, dass immer noch viel zu viel Bioabfälle im normalen Restmüll landen. Damit werden wertvolle Ressourcen in den Kehrichtverbrennungsanlagen einfach verbrannt, anstatt fachgerecht in einem der über 160 Biogasanlagen vergast. Dadurch wird anstatt Biogas unnötiges CO2 produziert, was verhindert werden könnte.

Biomasse als Multitalent

Biomasse kann in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt werden kann. Zum Beispiel kann Biomasse verbrannt werden, um Wärme oder Strom zu erzeugen, oder sie kann zur Herstellung von Biokraftstoffen verwendet werden. Auch in der Landwirtschaft und im Gartenbau finden Biomasseprodukte vielfältige Anwendungen. Zusätzlich kann Biomasse dazu beitragen, Abfall zu verringern und den CO2-Gehalt der Atmosphäre zu senken. All diese Eigenschaften machen Biomasse zu einer vielseitigen und nützlichen Ressource, die unbedingt fachgerecht entsorgt, beziehungsweise am Leben gehalten werden sollte.

Ausserdem ist zu beachten, dass Biomasse eine wichtige Rolle bei der Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und bei der Verringerung der Treibhausgasemissionen spielen kann.

Die Vorteile von Biomasse in der Übersicht:

  • Biomasse ist eine erneuerbare Energiequelle, die nachhaltig und umweltfreundlich ist.
  • Biomasse kann aus verschiedenen Quellen wie Essensresten, Pflanzenabfällen, Gülle und Holz gewonnen werden.
  • Biomasse kann zur regionalen Energieversorgung beitragen, indem durch Vergasung Biogas erzeugt wird.
  • Die Nutzung von Biomasse kann zur Reduzierung von Abfall und zur Verbesserung der Luftqualität/Reduzierung von CO2 beitragen.
  • Richtig genutzt kann Biomasse den Ressourcenkreislauf komplett schliessen und dabei zur Verbesserung der Landwirtschaft beitragen, indem die Resten als Düngemittel verwendet wird.